NaturFreunde pflanzen Guave-Bäumchen im Umwelt- und Ausbildungszentrum für junge Frauen in Senegal

Freude und Dankbarkeit waren die am meisten geäußerten Gefühle, als eine 4-köpfige Delegation der Rastatter NaturFreunde das Umwelt- und Ausbildungszentrum in der Region Saint Louis im Senegal besuchte. Es gab viel zu tun, schließlich geht auch um die Verwendung der Spendengelder aus Rastatt.

Die Gruppe konnte sich davon überzeugen, dass der Ausbildungsbetrieb gut läuft. Die Ausbilderinnen in den Fächern Friseurhandwerk, Schneiderei, Färben, Verarbeitung von Obst und Gemüsen sowie Restauration sind engagiert bei der Sache. Ergänzend gibt es Alphabetisierungskurse. Mit den örtlichen NaturFreunden wurde vereinbart, dass sie sich um die Umweltbildung kümmern werden, denn sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts. Der Gedanke der Nachhaltigkeit soll sich als Querschnittsthema durch alle Fächer ziehen.

Die 102 Schülerinnen des ersten Jahrgangs sind mit Eifer bei der Sache. Sie alle sind dankbar dafür, dass sie die Möglichkeit haben, einen qualifizierten, staatlich anerkannten Abschluss zu erlangen.

Für die NaturFreunde hat das Projekt 2 übergeordnete Aspekte.

Einerseits ist es mehr als überfällig, dass wir den Menschen des Globalen Südens wieder etwas zurückgeben. Die Unterstützung des Umwelt- und Ausbildungszentrum ist ein Akt der internationalen Solidarität und Gerechtigkeit. Für NaturFreunde eine Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus ist es aber vor allem ein Projekt zur Fluchtursachenbekämpfung. Mit den Beschäftigungsmöglichkeiten schafft es Zukunfts- und damit Bleibeperspektiven im eigenen Land.

..., so Uschi Böss-Walter, die maßgebliche Initiatorin.

Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019) Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019) Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019) Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019) Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019) Teaser (Pressemeldung vom 23.04.2019)

Das Umwelt- und Ausbildungszentrum geht auf eine Initiative der Rastatter Naturfreunde zurück. Die Finanzierung erfolgte mit 75% über das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ). Die restlichen 25% wurden von den senegalesischen Partnern und Spendern aus ganz Deutschland aufgebracht.

Der nächste Ausbauschritt wird bereits sehr konkret geplant: Die international tätigen „Elektriker ohne Grenzen“ werden noch in diesem Jahr eine Photovoltaik-Anlage mit den entsprechenden Speichern liefern und aufbauen. Dieses Projekt passt 100%-ig in das ökologische Profil des Zentrums.

Durch die Vermittlung der NaturFreunde wurde auch ein Kontakt zu „Manager ohne Grenzen“ hergestellt. Diese Organisation stellt nun die Unterstützung bei betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Themen in Aussicht.

Eine Schule aufzubauen und zu betreiben ist ja keine Kleinigkeit und da braucht es natürlich auch Unterstützung, damit das Zentrum zukünftig auf eigenen Beinen stehen und ohne dauerhafte Unterstützung arbeiten kann.

Die Armut wächst in dem ehedem schon von der Klimakrise geplagten Senegal. So auch in der Region um Saint Louis. Mit der Foto-Ausstellung „Die Frauen von Bekhar“ haben wir am 8. März 2019 in Rastatt eine Spendenkampagne für die Schulgelder gestartet. Diese Ausstellung wird im Laufe des Jahres an vielen weiteren Orten gezeigt. Viele der Mädchen brauchen diese Unterstützung die sich auf 130 Euro im Jahr beläuft. Für eine 2jährige Ausbildung, die mit einer staatlichen Anerkennung abschließt brauchen die Familien der Mädchen also 270 Euro. Wir suchen deshalb Unterstützer*innen. Auch Teilbeträge sind möglich und alle Gelder kommen zu 100% für die Mädchen in Bekhar an.

Wenn eine beantragte Förderung bewilligt wird, dann wird auch noch eine Lehrküche eingerichtet und die Ausbildung kann auch im Bereich Ernährung, Service, im Restaurantfach beginnen.

Es war für die kleine Delegationsgruppe beeindruckend, wie mit höchster Energieanstrengung an der Umsetzung der weiteren Pläne gearbeitet wird und wir verließen voller Zuversicht die Ausbildungsstätte mit den engagierten Lehrkräften und den hochmotivierten Mädchen und jungen Frauen aus der Region Saint Louis nicht ohne auch hier im Schulhof gemeinsam Obstbäume zu pflanzen. Wir wissen, dass auch unser Engagement hier in Rastatt sich lohnt.

https://www.naturfreunde-global.de