Referat Senioren 60+

Seniorenfreizeit im Harz - Rückschau

TeaserZusammen mit Gleichgesinnten aus ganz Baden Württemberg verbrachten die NaturFreunde-Senioren zehn erlebnisreiche Tage in Bad Lauterberg im Südharz.

Auf geführten Rundgängen durch den Urlaubsort und das einzige für Besucher zugängliche Bergwerk war zu erfahren, dass der frühere Bergbau - vor allem der Abbau von Kupfer - immer mehr an Bedeutung verlor und heute nicht mehr betrieben wird. Dr. Ernst H. B. Ritscher erkannte deshalb schon frühzeitig den Bedarf an Alternativen und schuf 1839 eine Kaltwasserheilanstalt, deren 175-jähriges Jubiläum nun gebührend gefeiert wurde. 1926 wurden die Kneippsche Therapie und später auch das Schrothkurverfahren eingeführt.

Ein ortsansässiger Busunternehmer ermöglichte mehrere interessante Ausflüge. Jenseits der einst innerdeutschen Grenze wurden mit örtlichen Führern die Städte Wernigerode und Quedlinburg mit ihren zahlreichen Fachwerkbauten erkundet. Von Thale - ebenfalls im Ostharz - ging es mit der Gondelbahn oder dem Bus hinauf zum sagen­umwobenen Hexentanzplatz mit einer der ältesten und größten Naturbühnen Deutsch­lands. Im Westharz war Goslar als Kaiserstadt und UNESCO Weltkulturerbe durchaus einen Besuch wert. Neben der Kaiserpfalz beindruckten die riesigen Bauten des Erz­bergwerkes auf dem Rammelsberg, wo 1988 der Bergbau nach über tausend Jahren beendet wurde. Für Entspannung sorgte eine gemütliche Schifffahrt bei Kaffee und Kuchen auf dem Okerstausee, dessen verzweigte Form an den Vierwaldstättersee in der Schweiz erinnerte.

Auch in der Nähe von Bad Lauterberg gab es lohnende Ziele. So ging es einmal zu Fuß oder mit dem Taxi zum idyllisch gelegenen Wiesenbeker Teich. Dieser wurde bereits 1722 künstlich aufgestaut, um in den Bergwerken den Antrieb der Wasserräder zu ermöglichen und den heutigen Kurpark vor Hochwasser zu schützen. Mit dem Sessellift fuhren die Senioren auf den Hausberg und genossen einen herrlichen Blick auf Bad Lauterberg. Ein anderes Mal brachten Kleinbusse die NaturFreunde hinauf zu einem der weltweit noch existierenden 173 Bismarcktürme.

Danke allen Teilnehmern für die wirklich wieder schöne Freitzeit mit der Freude auf unser nächstes Ziel nach Altenmarkt / Zauchensee.


Seniorenfreizeit im Salzburger Land

AltenmarktBei überwiegend sonnigem Wetter verbrachten die Heidenheimer NaturFreunde-Senioren mit Gleichgesinnten aus dem Raum Karlsruhe zehn erlebnisreiche Tage im Salzburger Land, wo sie in Altenmarkt im Pongau im Hotel „Schartner“ gut untergebracht und ver­pflegt wurden. Der hoteleigene Wellnessbereich mit Sauna, Whirlpool und Fitnessgeräten wurde bei den hochsommerlichen Temperaturen kaum genutzt.

Ein lohnendes Ziel, das der Enns entlang bequem zu Fuß erreicht werden konnte, war das Städtchen Radstadt mit seinen bunten Gärten entlang der Stadtmauer. Mit dem Linienbus ging es ins nahe Zauchensee, einem bekannten Austragungsort für internationale Skiren­nen. Die meisten fuhren mit der Sesselbahn hinauf zur Gamskogelhütte, und wer wollte, fuhr von dort mit einem stilisierten Bähnchen, dessen Lokomotive ein entsprechend ver­kleideter Traktor war, weiter zum Seekarsee.

Für die Erkundung weiterer Ziele standen drei Tagesfahrten mit dem Bus auf dem Pro­gramm. Bei einer sachkundigen Führung durch die Landeshauptstadt Salzburg erfuhren die Senioren Interessantes über den Mirabellgarten, Mozarts Geburtshaus und den Dom. Im nahen Hellbrunn sorgten bei der Hitze die Wasserspiele für etwas Abküh­lung.

Der nächste Ausflug führte nach Kärnten in die Nockberge, die wegen ihrer sanften felsen­losen Kuppen so genannt werden. Dort fuhr der Bus mit Halten an der Eisentalhütte und der Glockenhütte - das sind zwei rund 2000 Meter hoch gelegene Aussichtspunkte - über die 35 Kilometer lange Nockalmstraße, die mit ihren 52 Kehren vor allem bei Motorradfah­rern sehr beliebt ist. Am Nachmittag war dann noch Zeit für einen Aufenthalt in Millstatt am gleichnamigen See.

Auf der letzten Fahrt ging es ins steirische Salzkammergut. Nach einer Schifffahrt über den Grundlsee führte ein halbstündiger Fußweg zum Toplitzsee. Auf einer Bootsfahrt über dieses Gewässer wurde darüber informiert, dass dort zwischen 1943 und 1945 zahlreiche waffentechnische Versuche der deutschen Kriegsmarine durchgeführt wurden. Gerüchte­weise seien in diesem See zu Kriegsende Kunstgegenstände und Goldreserven des Drit­ten Reiches versenkt worden. Gefunden wurde bis jetzt allerdings nichts davon. Ein kurzer Bummel durch Bad Aussee beendete diesen Ausflug.

Auch die zünftige Unterhaltung kam nicht zu kurz. Im Berggasthof „Hochnössler“ wurde an einem Nachmittag musiziert und getanzt, und in der rustikalen Almhütte des Hotels spielte eines Abends der Wirt auf seiner Ziehharmonika begleitet von zwei Teufelsgeigern.