Geschichte der NaturFreunde

Chronik der NaturFreundebewegung

Jahres-Daten der NaturFreunde-Internationale und der deutschen NaturFreunde

Chronik der NaturFreundebewegung

  • 1895 Gründung des Touristenvereins "Die NaturFreunde" in Wien. Alois Rohrauer wird Obmann. Die ersten "Laternenbildervorträge" werden veranstaltet.
  • 1897 Die Zeitschrift "Der Naturfreund" erscheint. Die erste naturkundliche Gruppe wird gegründet.
  • 1898 Der erste Sonderzug der Naturfreunde fährt von Wien nach Salzburg.
  • 1900 Das erste NaturFreundeheim wird in Wien eröffnet und erhält eine Bücherei.
  • 1903 Unterstützung von Ferien-Alpenreisen für Kinder.
  • 1905 Gründung der Ortsgruppen München und Zürich, der ersten außerhalb Österreichs.
  • 1906 Gründung der "Schisektion", Beginn der Aktion "Verbotener Weg".
  • 1907 Eröffnung des NaturFreunde-Hauses am Padasterjoch.
  • 1908 Der Naturfreund (NF) protestiert gegen die geplante Ausbeutung des Wassers des Silsersees.
  • 1909 Wanderung der Ortsgruppe Stuttgart mit 500 Kindern.
  • 1910 Gründung der Ortsgruppe New York. Die OG München eröffnet das erste deutsche NaturFreundehaus, die Musauer Alm inTirol.
  • 1911 Fertigstellung des NaturFreunde-Hauses Maschen durch die OG Hamburg.
  • 1914 Gründung der OG Paris. Beginn des ersten Weltkrieges.
  • 1918 Erste Bergsteigerschule in Ottakring.
  • 1919 Gründung der "Alpinistengilde" in Wien.
  • 1921 Erste Zusammenkunft der deutschen NaturFreunde in Eisenach. Bildung einer Geschäftsstelle in Nürnberg. Gründung der "Verei­nigten Kletter-Abteilung" in Sachsen,
  • 1923 Verbot der OG Meran durch die faschistische italienische Regierung.
  • 1925 Arbeiter-Olympiade in Frankfurt. Die NFI gibt den Ländern mehr Selbständigkeit. In Deutschland wird die Reichsgruppe gebildet. Der niederländische Arbeiterreiseverein tritt der NFI bei.
  • 1926 Erste Reichskonferenz in Würzburg. Xaver Steinberger wird Vorsitzender. Gründung der Natrfreundejugend Deutschlands und der "Eka-Einkaufsgenossenschaft" für Sport- und Wanderartikel.
  • 1929 Die Organisation hat nun bereits 220 Häuser und Hütten und zählt 60.000 Mitglieder.
  • 1930 Gründung der NaturFreunde in Belgien-Wallonien.
  • 1931 Eintritt der deutschen Naturfreunde in die "Eiserne Front".
  • 1931 Arbeiter-Olympiade in Wien. Beitritt der NaturFreunde von Belgien-Flandern in die NFI. In den Ländern der NaturFreunde Internationale gibt es bereits 428 NaturFreundehäuser.
  • 1932 Hauserweiterungen und Neubauten durch "Freiwilligen Arbeitsdienst".
  • 1933 Verbot der deutschen Naturfreunde und Beschlagnahmung der Häuser durch die nationalso­zialistische Regierung.
  • 1934 Verbot der österreichischen NaturFreunde durch die Dollfuß-Regierung. Sitz der NFI wird Zürich. Präsident Walter Escher.
  • 1935 Gründung der "NatureFriends of Palästine".
  • 1939 Beginn des Zweiten Weltkrieges. Zerschlagung der NaturFreunde in allen von deutschen Truppen besetzten Ländern.
  • 1943 Zusammenschluß der NaturFreunde in Schweden.
  • 1945 Botschaft der NaturFreunde in den USA an die ehemaligen deutschen NaturFreunde, ihre Organisation wieder zu gründen. Gründung der ersten Ortsgruppe in Offenbach.
  • 1946 Erste Kontaktaufnahme der NFI mit deutschen NaturFreunden in Singen / Hobentwiel.
  • 1947 Interzonenkonferenz in Frankfurt. Ein Verzeichnis der Häuser wird gedruckt. In der sow- jetischen Besatzungszone wird eine eigenständige NaturFreundeorganisa­tion nicht zugelassen. Die Zeitschrift "Wandern und Bergsteigen" erscheint im Lan­desverband Bayern. Sie wird 1959 Bundeszeitschrift.
  • 1948 Aufnahme der deutschen Natur-freunde in die NF] Erste Inter­zonentagung der Jugendleiter.
  • 1949 Erste Bundesversammlung in Elmstein
  • 1950 Herausgabe der Jugendzeitschrift "Wir sind jung" und der "Kinderpost" durch die Bundesleitung. Erster Kongreß der NaturFreunde Internationale in Celerina Mit 200.155 Mitgliedern hat die NaturFreunde Internationale die Mitgliederzahl von 1932 wieder erreicht. Erstes Bundestreffen der NaturFreunde-Jugend Deutschlands am Hohen Meißner. Erste Bundesjugendkonferenz im NaturFreunde-Haus "Priwall" / Travemünde.
  • 1951 Erstes internationales NaturFreundetreffen im Jägersfahrt bei Aachen mit 6.000 Teilnehmern.
  • 1953 Beginn der NaturFreundearbeit in Liverpool / Großbritanien. Erste Zusammenkunft der Kin­dergruppenleiter in Stuttgart. Wahl einer provisorischen Leitung.
  • 1955 Bundesversammlung in Mannheim. Verlegung der Geschäfts-stelle von Nürnberg nach Stuttgart. Fritz Rück, Bundesvorsitzender
  • 1956 Mitglied im Deutschen Naturschutz-Ring
  • 1957 Besetzung des Knechtsands durch Bremer NaturFreunde gegen Bomberübungen.
  • 1958 Erster kultureller und touristi­scher Wettbewerb der NaturFreunde-Jugend in Berlin.
  • 1959 Einweihung des NaturFreunde-Hauses Kanzelwandhaus bei Oberstdorf. Lage: Südhang des Fellhorn in 1.520 m Höhe. Übernachtungsmöglichkeiten für 240 Personen. NaturFreunde-Zentrum für Skifreizeiten und Bergwanderungen.
  • 1961 Beteiligung der NaturFreunde-Jugend an den Ostermärschen der Atomwaffengegner.
  • 1963 Bildung der Arbeitsgemeinschaft für Familienferien und Familienerholung mit der Arbeiterwohlfahrt. Bundeskongreß in Heilbronn für Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.
  • 1965 Internationale-Anden-Expedition.
  • 1966 Erstes Bundestreffen der deutschen NaturFreunde in Konstanz.
  • 1968 Kulturtage der NaturFreunde-Jugend Deutschlands in Offenbach. Beteiligung der NaturFreunde an der Kampagne gegen die Notstandsgesetze
  • 1970 75 Jahre NaturFreunde: Die NaturFreunde Internationale in 13 Ländern der Erde hat 320.000 Mitglieder und über 750 NaturFreundehäuser. Das NaturFreunde-Jubiläum wird zu­sammen mit dem Europäischen Naturschutzjahr begangen.
  • 1975 Gründung der NaturFreunde-lugend-Internationale. Beitritt der finnischen Organisation "Työvaeen Retkeilvliitto" zur NFI.
  • 1978 Arbeitskongreß in Wart. Neukonzeption der Touristikletterausbildung. Grundsätze für Freizeit, Bildung und Kultur.
  • 1982 Zweites Bundestreffen zur 150-Jahr-Feier des Hambacher Festes in Neustadt / Weinstraße.
  • 1984 Deutsche NaturFreunde gestalten die Fotoausstellung des Europarates zur Aktion "Schützt Ufer und Küsten" in Athen.
  • 1985 Vielfältige Ferien und Aktionen aus Anlaß: 90 Jahre Intern. NaturFreundebewegung_ 80 Jahre NaturFreunde in Deutschland; "90 Bäume für eine lebenswerte Umwelt", "Tag der offenen NaturFreunde-Häuser".
  • 1986 60 Jahre NaturFreunde-Jugend mit bundesweiten Aktionen.
  • 1988 Drittes Bundestreffen in Lünen mit 8.000 Teilnehmern
  • 1971 Eine große NaturFreunde-Expedition bricht zu Erstbesteigungen in die peruanische Cordillera Blanca auf. Zudem sollten die lebensweltlichen Veränderungen bei den Camoa-Indianern nahe der Amazonasquellen überprüft werden.
  • 1989 Seit 1989 erklärt die Naturfreunde Internationale (NFI) jeweils für zwei Jahre eine grenzüberschreitende und ökologisch wertvolle europäische Region zur Landschaft des Jahres. Das Projekt setzt an den aktuellen Herausforderungen einer Region an und erarbeitet gemeinsam mit der Bevölkerung und allen regionalen Interessengruppen Perspektiven für eine Nachhaltige Entwicklung. Erste Landschaft des Jahres wird die Region Bodensee. Im Dezember beginnt die Neuorganisation der Naturfreunde in der DDR. Heute gibt es Landesverbände in allen neuen Bundesländern.
  • 1993 Die Odermündung wird Landschaft der Jahre 1993/1994.
  • 1998 Die NaturFreunde Deutschlands treffen mit dem Deutschen Angelfischerverband (DAFV - damals noch Deutscher Anglerverband [DAV]) die Vereinbarung, alle zwei Jahre eine „Flusslandschaft“ in Deutschland öffentlich zu würdigen. Ziel der Kampagne ist es, durch Veranstaltungen, Aktionen und Informationsmaterial die Bevölkerung für die natürlichen und kulturellen Schönheiten der einzigartigen Flußlandschaft zu gewinnen und sie über die Bedrohung der Flüsse und ihrer Ökosysteme aufzuklären. Erste Flusslandschaft des Jahres wird 2000/2001 die Gottleuba an der Elbe südöstlich von Dresden.
  • 1999 Der Böhmerwald wird Landschaft der Jahre 1999/2000.
  • 2000 Die Naturfreundejugend Deutschlands veranstaltet ihren ersten Kindergipfel anlässlich der Weltausstellung Expo in Hannover. Prominentester Gast ist Bundeskanzler Gerhard Schröder.
  • 2001 Auf dem Bundeskongress in Duisburg beschließen die Naturfreunde ihre Namensänderung. Wir heißen jetzt: NaturFreunde Deutschlands – Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur. Wegen der Bedeutung des Gedankens der Nachhaltigen Entwicklung für die künftige Arbeit der Naturfreunde wird das „Manifest Nachhaltigkeit“ verabschiedet.
  • 2002 Die Bundesgeschäftsstelle zieht von Stuttgart in die Hauptstadt Berlin um und vollzieht damit einen lange vorliegenden Bundeskonferenzbeschluss.
  • 2003 Das Lebuser Land wird Landschaft der Jahre 2003/2004.
  • 2005 Anlässlich der 100-Jahrfeier der deutschen NaturFreunde findet in München, dem Geburtsort der ersten deutschen Ortsgruppe, eine zentrale Festwoche statt. Aus dem ganzen Land kommen NaturFreunde und Naturfreundejugend, um diesen Geburtstag zu feiern und über die Zukunft ihres Verbandes zu beraten.
  • 2007 100 Jahre Naturfreundehäuser - im August wird auf dem Padasterjoch in den österreichischen Alpen das Jubiläum im ersten Naturfreundehaus der Welt gefeiert!
  • 2009 Der zentrale Mitgliedsausweis der NaturFreunde Deutschlands wird eingeführt. Jedes Mitglied bekommt seinen Ausweis künfitig einmal im Jahr direkt zugeschickt.
  • 2011 Die NaturFreunde Deutschlands sind Anmelder der zentralen Anti-Atom-Demo am 26. März in Berlin. 120.000 Menschen protestieren nach der Atomkatastrophe von Fukushima für eine Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland. Kurz darauf verkündet Kanzlerin Merkel den deutschen Atomausstieg. Im Sommer 2011 zieht die Bundesgeschäftsstelle der Naturfreundejugend Deutschlands von Remagen nach Berlin.
  • 2013 Die Region Oberrhein wird Landschaft der Jahre 2013/2014.
  • 2014 Das Umweltbundesamt würdigt die ehrenamtliche Arbeit der NaturFreunde im Umwelt- und Naturschutz: Die NaturFreunde Deutschlands werden als „Umwelt- und Naturschutzvereinigung“ im Sinne von § 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz anerkannt. Damit erhält der Bundesverband Gelegenheiten zur Stellungnahme und zur Einsicht in einschlägige Sachverständigengutachten und zudem ein sogenanntes Mitwirkungs- und Klagerecht gegen umweltrechtliche Zulassungsentscheidungen.
  • 2015 Die NaturFreunde Deutschlands sind Anmelder und Organisator der zentralen Demonstration gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA am 10. Oktober in Berlin. Insgesamt gehen etwa 250.000 Menschen auf die Straße. Die Demonstration ist die größte in Deutschland seit den Protesten gegen den Irak-Krieg zwölf Jahre zuvor.
  • 2015 Abschlussveranstaltung Landschaft des Jahres Oberrhein in Rappenwört.

Quelle:

Chronik der NaturFreunde von der Bundesleitung
Kleine Chronik "Naturschutz und NaturFreunde". J. Zinune