Natura 2000
Natura-2000-Fitness-Check

Ein historisches Bekenntnis zum europäischen Naturschutz

Die Ergebnisse der Natura-2000-Fitness-Check-Konferenz in Brüssellogo natura 2000 eu

Die EU-Kommission wollte das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 "moderniseren". Umweltverbände befürchteten eine Schwächung der entsprechenden Naturschutz-Richtlinien und riefen europaweit zur Teilnahme an den Online-Konsultationen auf – mit überwältigender Resonanz. Am 20. November 2015 fand in Brüssel eine erste Auswertung statt. Das Ergebnis: Politiker und Experten sprechen von einer historischen Konsultation und stehen mit großer Mehrheit hinter den Natura-2000-Richtlinien.

 
Pressemeldungen zu Umweltthemen

Landesbündnis mahnt vor EU-Entscheidung: CETA ist kein Gegengewicht zur Trump-Politik!| 13.02.2017

Das Bündnis für Verantwortungsvolle Handelspolitik Baden-Württemberg warnt: Freihandel ohne Wertebasis spielt den Populisten in die Hände und ist Gift für ökologisch verträgliches Wirtschaften. Landesbeirat soll dringend weitergehen.
Die Entscheidung im EU-Parlament über das Ceta-Abkommen ist für den 15. Februar angesetzt. Das Bündnis appelliert an alle Parteien, Ceta abzulehnen. Das Argument, mit Ceta könne man den Protektionismus des US-Präsidenten Donald Trump kontern, verkenne die Wirkung von Ceta völlig.

„Wir setzen Trumps Weltbild rein gar nichts entgegen, wenn wir ein Abkommen beschließen, das bloßen Warenaustausch ohne Werteleitplanken propagiert“, warnt Sarah Händel, Landesgeschäftsführerin von Mehr Demokratie e.V.. Das Gegenteil sei der Fall: Ceta mache Schiedsgerichte zu Politikgestaltern und sorge über die regulatorische Kooperation für noch mehr Lobbyeinfluss: „Dabei ist der Frust über den jetzt schon zu starken Einfluss der Großkonzerne ein Hauptgrund dafür, dass Trump überhaupt gewählt wurde!“.

„Ceta, TTIP und TISA werden die Entfremdung der Menschen von unserer Demokratie weiter forcieren“, ergänzt Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter. Denn Ceta halte gerade nicht Arbeitnehmerrechte, funktionierende Sozialversichungssysteme und demokratische Gestaltungsmacht hoch, sondern mache es durch weitreichende Marktöffnungsvorschriften noch schwerer, an ihnen festzuhalten: „Wer weiter zulässt, dass Globalisierungsgewinne ungerecht verteilt werden, nimmt in Kauf, wenn Menschen auch bei uns abgehängt werden.“

„Jeder der ernsthaft an einer Zukunft mit nachhaltiger Wirtschaftsweise interessiert ist, schießt sich mit Ceta ein vollkommenes Eigentor“, erklärt Brigitte Dahlbender Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. Handelsabkommen müssten zum Beispiel die Klimakrise offensiv angehen, anstatt sie zu ignorieren. „Der derzeitige Ceta-Vertrag ist Politik von gestern für eine Welt von vorgestern“, so Dahlbender, die Nachverhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt für völlig illusorisch hält.

Die Grünen-Fraktion in Baden-Württemberg hat sich bislang noch nicht öffentlich zu Ceta positioniert. Im März wird es eine fraktionsoffene Sitzung zu Ceta geben, zu der auch Prof. Dr. Martin Nettesheim eingeladen ist. Nettesheim hatte noch im Auftrag der Grün-Roten Landesregierung ein Gutachten erstellt, indem er die heute noch aktuellen Mängel am Ceta-Abkommen zusammenträgt. „Die Konsequenz muss ein Nein der Landesregierung sein, wenn CETA in den Bundesrat kommt“, fordert Dahlbender.

Das Landesbündnis für verantwortungsvolle Handelspolitik Baden-Württemberg fordert zudem die Landesregierung auf, den zur Zeit ausgesetzten Landesbeirat zu den Freihandelsabkommen umgehend wieder einzuberufen. „Die Meinungsbildung zu Ceta ist nicht abgeschlossen und der Beirat wurde ins Leben gerufen, um die Landesregierung dabei zu unterstützen. Wir haben großen Redebedarf!“, bekräftigt Händel.

Dem letztes Jahr im April gegründeten Bündnis für Verantwortungsvolle Handelspolitik gehören der BUND, der DGB, Verdi, Mehr Demokratie e.V., der Landesfrauenrat, ATTAC, die KAB, die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, der DEAB, die Naturfreunde und viele weitere TTIP- und Ceta-kritische Organisationen an.

INFO: Wie Ceta die selbstgesetzten roten Linien der Landesregierung mehrfach verletzt, ist in der angehängten Übersicht zusammengetragen.

Kontakt für Rückfragen:
Sarah Händel, Landesgeschäftsführerin Mehr Demokratie in Baden-Württemberg, mobil: 0172/962 5229, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Download | Rote Linien

 


Nur eine nachhaltige nachhaltige Landwirtschaft hat Zukunft | 20.01.2017

Am Samstag werden in Berlin schon zum siebten Mal Zehntausende Menschen für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft demonstrieren. Das Bündnis „Wir haben es satt!“ protestiert gegen die Subventionierung der Agrarindustrie und fordert eine grundlegende Agrarwende hin zu mehr Nachhaltigkeit. Die NaturFreunde Deutschlands engagieren sich im Trägerkreis.

Website | Gesamter Text dazu hier

 
Natur und Umwelt

Die deutsche Klimapolitik ist ein Desaster

Die Bundesregierung ist in der Pflicht, ihr Klimaschutzversprechen national umzusetzen

„Deutschland darf nicht mit leeren Händen zur Klimakonferenz nach Marrakesch fahren“, fordert Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands. Die Vorreiterrolle, die die Bundesrepublik einst in der Klimaschutzpolitik eingenommen hatte, sei längst verspielt, so Müller, der das Gezerre um den vom Bundesumweltministerium vorgelegten Klimaschutzplan 2050 scharf kritisiert.

Download | Pressemitteilung vom 4.11.2016


520.325 Stimmen gegen die Aufweichung des europäischen Naturschutzes!

Über eine halbe Millionen Menschen, haben für den Schutz und den Erhalt von Natura 2000 in Europa gestimmt. Ein sensationelles Ergebnis für NatureAlert! So viele Stimmen kann und darf man in Brüssel nicht überhören.

Die Abgabefrist musste sogar um 48 Stunden verlängert werden, weil es wegen der riesigen Beteiligung zu technischen Problemen kam. Um den Abgabezeitraum von zwölf Wochen sicher einzuhalten, gab es diese Zugabe von der Kommission.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich daran beteiligt haben!

 
Natura trail Pfinzgau West

Entdeckt am 09. Oktober mit den Berghausener NaturFreunden europäische Naturschätze "vor eurer Haustür" auf einer Wanderung vom Knittel- zum Hopfenberg. Beim Wandern im europäischen Natura 2000 – Gebiet „Pfinzgau West“ erlebt Ihr die biologische Vielfalt der Natur hautnah.
PfinzgauWest
Damit wir umfangreich und detailliert diesen Lebensraum kennenlernen können, werden wir von zwei erfahrenen Fachleuten begleitet. Sie machen Lust auf das Erleben der heimischen Tiere, Pflanzen und Lebensräume und stärken das Bewusstsein für den Schutz von Natur und Landschaft. Der knapp 11 km lange Natura Trail verbindet die Naturfreundehäuser von Grötzingen und Berghausen.

Wir starten um 10:30 Uhr am Naturfreundehaus „Am Knittelberg“ in Grötzingen und werden um 14:30 Uhr im Naturfreundehaus „Am Hopfenberg“ in Berghausen ankommen. Dort wird für eine gemütliche Einkehr gesorgt. Trinken und eventuell Vesper für unterwegs wird empfohlen. Die Wege sind gut begehbar und bedingt kinderwagentauglich.
Alle NaturFreunde und natürlich auch Gäste sind herzlich willkommen.

Download | Natura trail Pfinzgau West

Website NaturaTrails / Informationen

 Auskünfte beim Wanderleiter Edgar Meier, Tel. 0721-468008 oder Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 
Natura trail Moosalbtal

SchmetterlingAm Sonntag, den 18. Oktober 2015 eröffneten wir den ersten NaturaTrail unserer Ortsgruppe! Er führt von Fischweier zu unserem Naturfreundehaus Moosbronn und beschreibt die besondere Feuchtwiesenlandschaft entlang der Moosalb.

NaturaTrails sind der Beitrag der NaturFreunde -von der Internationalen Ebene bis zu den Ortsgruppen- zur Steigerung des Bekanntheitsgrades des europäischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000.

Wir beschreiben damit attraktive Wanderwege in den sogenannten FFH- (Flora / Fauna / Habitat) bzw. den Vogelschutzgebieten, die die EU europaweit unter Flächenschutz gestellt hat. Als Naturschutz- und Wanderorganisation nutzen und verbinden wir unsere Stärken in diesen Feldern, um diese sinnvolle und notwendige Schutzkategorie weiter bekannt zu machen.

Download | Natura Trail Wässerwiesen - Moosalbtal | PDF 599 KB (599.247 Byte)

Website NaturaTrails / Informationen