Der Fachbereich GLOBAL ist Mitglied im Netzwerk Rohstoffgerechtigkeit Baden-Württemberg. In diesem Zusammenschluss engagieren sich zahlreiche Organisationen aus den Bereichen Umwelt, Entwicklungspolitik und Menschenrechte für einen gerechteren und nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen.
Das Netzwerk macht darauf aufmerksam, dass der weltweite Rohstoffverbrauch weder nachhaltig noch gerecht verteilt ist. Viele Rohstoffe für Produkte und Technologien im Globalen Norden werden im Globalen Süden abgebaut – häufig mit erheblichen Folgen für Umwelt, Menschenrechte und lokale Lebensgrundlagen. Ziel des Netzwerks ist daher eine Rohstoffwende, die den Ressourcenverbrauch reduziert, verbindliche Umwelt- und Menschenrechtsstandards entlang globaler Lieferketten stärkt und koloniale Kontinuitäten in der Rohstoffpolitik sichtbar macht.
Gemeinsam richtet das Netzwerk auch konkrete Forderungen an die Landespolitik in Baden-Württemberg. Dazu gehören unter anderem
- eine deutliche Reduzierung des Rohstoffverbrauchs
- mehr Transparenz in globalen Lieferketten sowie
- verbindliche soziale und ökologische Standards für Unternehmen und öffentliche Beschaffung.
Aktuell unterstützt das Netzwerk die Petition „Rohstoffwende jetzt – für globale Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft“, die sich direkt an die Landesregierung Baden-Württemberg richtet. Sie fordert unter anderem weniger Rohstoffverbrauch im Land, verbindliche Umwelt- und Sozialstandards sowie mehr Transparenz entlang globaler Lieferketten.
Durch unsere Mitarbeit im Netzwerk bringen wir Perspektiven aus der internationalen Projektarbeit – etwa aus unserer Partnerschaft im Senegal – in diese Debatten ein und setzen uns gemeinsam mit vielen Partnerorganisationen für globale Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein.
